Comedy aus der Dose

Eine Geschichte, die nostalgische Gefühle aufkommen lässt. Corey Lubowich, Brian Rosenthal und Joey Richter lebten im gleichen Gebäude in Los Angeles, wo sie bald feststellten, dass sie auf eine geradezu kinderleichte Art von Wohnung zu Wohnung miteinander kommunizieren konnten: per Dosentelefon. Als die Freunde dann ihre Comedy-Gruppe gründeten, war schnell klar, dass die Dose Namensgeber ist. Als „Tin Can Brothers“ sind die drei seitdem unterwegs, um Menschen zum Lachen zu bringen.

Is ja dufte!

Fruchtig duftende Socken statt Stinkefüße? LemonSox macht es möglich. Denn die Firma mit Sitz in Litauen verschickt Socken in die ganze Welt – und die sehen nicht nur gut aus, sondern riechen auch fantastisch, zum Beispiel nach Zimt, Vanille oder Chili-Orange. Damit der Duft jedoch unterwegs nicht verloren geht, werden die Socken in schicken kleinen Lebensmitteldosen verpackt. Da bekommt man doch glatt Lust, mal wieder Socken zu verschenken!

Dose an NSA

„Can you hear me?“ Diesen Namen trägt die Installation der Schweizer Künstler Christoph Wachter und Mathias Jud. Auf Dächern im Berliner Regierungsviertel errichteten die beiden Künstler ein offenes und anonymes Netzwerk – genau an dem Ort, der durch die Enthüllungen von Edward Snowden zum Brennpunkt wurde. Das Projekt ist ein klares Statement gegen die Spionage-Aktionen der Geheimdienste. Dazu errichteten die Künstler mithilfe von Antennen und einer speziellen Software ein sogenanntes Mesh-Netzwerk, in das man sich mit einem WLAN-fähigen Gerät einwählen konnte – unabhängig von Internet oder Mobilfunkanbieter. Da die Reichweite eines solchen Netzwerks allerdings auf etwa 40 Meter begrenzt ist, entschieden sich die Künstler für eine ganz einfache Lösung: Antennen aus Lebensmitteldosen. Diese sind nicht nur einfach und günstig in der Herstellung, sondern auch tatsächlich in der Lage, die Reichweite von Netzwerken deutlich zu vergrößern. Auf den Frequenzen, die NSA und GCHQ überwachen, konnten interessierte Bürger eigene Mitteilungen an die Geheimdienste senden. Und diese Möglichkeit wurde ausgiebig genutzt: In über 15.000 Nachrichten diskutierten die User über Zensur, Überwachung und Freiheit im digitalen Raum. Eine künstlerische Arbeit mit hoher politischer Relevanz, die mit dem prestigeträchtigen Prix Ars Electronica ausgezeichnet wurde.

Daniel Dosentrieb

Einen Motor aus einer Lebensmitteldose bauen? Was klingt wie eine Unmöglichkeit, ist tatsächlich eine Lieblingsbeschäftigung von Tüftlern weltweit! Unter dem Stichwort „Stirlingmotorselbst bauen“ finden sich im Netz tausende Videos von Hobbybastlern, die eine Nachbildung der von Robert Stirling im Jahre 1816 entwickelten Erfindung bauen. Heute gibt es dieses Wunderwerk der Technik zwar in keinem Auto mehr, es wird jedoch zum Beispiel in modernen Blockheizkraftwerken eingesetzt. Um einen Stirlingmotor zum Laufen zu bringen, braucht man keinerlei Kraftstoff, sondern nur eine Wärmequelle. Bei den kleinen Modell-Motoren der Bastler reicht dafür schon eine Kerze – oder sogar die Wärme einer Hand. Außerdem wichtig für den Bau eines Stirlingmotors: eine zylindrische Form, in der sich ein Kolben auf- und abbewegen kann. Da die Wärmequelle gleich unter diesem Zylinder angebracht wird, sollte dieser in der Lage sein, Wärme zu leiten. Kein Wunder also, dass das Herzstück des Selfmade-Motors fast immer eine Lebensmitteldose ist.