Die Geschichte hinter „CANNED GOODS“ ist fast so etwas wie ein modernes Märchen:

Sie erzählt davon, wie aus einer kleinen Geste eine große Erfolgsgeschichte werden kann – und wie die unendliche Geschichte über die Nachhaltigkeit der Dose ein weiteres Kapitel erhält.

Von Thea Mengeler

 

© Canned Goods

Alles begann im Juni 2013 – mit dem zehnten Hochzeitstag von Thomas Paul Althaus und seiner Frau Emily: Eigentlich hatten die beiden sich darauf geeinigt, sich nichts zum Hochzeitstag zu schenken. Doch ganz konnte Thomas Althaus sich nicht an das Geschenkverbot halten. Wenigstens eine Kleinigkeit aus Blech wollte er seiner Frau präsentieren, denn in Amerika ist Blech das Material, das traditionell mit dem zehnten Hochzeitstag in Verbindung gebracht wird. Allerdings verlief die Suche nach dem passenden Geschenk ziemlich erfolglos. Nichts, was er fand, schien ihm gut genug für seine Frau.

 

 

Eines Abends fiel ihm jedoch eine leere Konservendose in die Hände. Als echter Bastler zog sich Althaus damit in seine Garage zurück, wo er die Dose zerschnitt, mit dem Hammer bearbeitete und verbog – bis aus der Blechdose ein Armreif und ein Paar Ohrringe geworden waren. Als er die ersten Schmuckstücke in der Hand hielt, ahnte Althaus wohl noch nicht, was einmal daraus werden sollte. Seine Frau aber sah sofort das Potential, das in dem selbstgemachten Schmuck steckte, und ermutigte ihren Mann, ein Geschäft daraus zu machen.

 

 

Dosen als Material für den zukünftigen Schmuck

© Canned Goods

Und so verwandelte sich die Garage in eine Schmuckwerkstatt, in der Blechdosen in modische Accessoires verwandelt wurden. Seitdem ist viel passiert. „Canned Goods“ werden inzwischen nicht nur in vielen Läden in ganz Amerika angeboten und im eigenen Online-Shop verkauft, auch das Sortiment hat sich erweitert. Neben Armreifen und Ohrringen bietet Thomas Althaus jetzt auch Ketten, Geldklammern, Manschettenknöpfe und Lesezeichen an.

 

 

 

Doch der erfolgreiche Verkauf seiner Schmuckstücke allein reichte dem Designer nicht. Schon zu Beginn seiner Selbstständigkeit war ihm klar: Er wollte sein Geschäft nutzen, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Und was hätte besser gepasst als die Spende von Lebensmitteln in Dosen? Aus diesem Grund rief er das Programm „CAN DO GOOD“ ins Leben: Für jedes gekaufte Schmuckstück wird eine Lebensmitteldose an eine Wohltätigkeitsorganisation gespendet. Und tatsächlich hat Thomas Althaus so seinen eigenen kleinen Recyclingkreislauf aufgebaut. Denn ein Teil der gespendeten Dosen geht nach dem Verzehr wieder an ihn zurück, damit er neue Schmuckstücke daraus fertigen kann. Und so wird aus jedem Schmuckstück eine Spende und aus der Spende wieder ein neues Schmuckstück. Das nennen wir Wiederverwertung in ihrer schönsten Form!

 

 

Mehr über „CANNED GOODS“:

www.cannedgoods.net