Das Magazin der
Initiative Lebensmitteldose

Mit Ravioli gegen Zombies

Wie die Dose helfen kann, Krisen zu überleben.

von Thea Mengeler
Szenarien für den Weltuntergang gibt es viele. Einige davon sind zwar unwahrscheinlich, aber realistisch (z. B. Meteoriteneinschlag), andere sind – vorsichtig ausgedrückt – eher fiktiv (z. B. Invasion von Außerirdischen). Aber eines haben alle gemeinsam. Wenn der Ernstfall eintritt, dann gibt es vor allem einen Helden, der das Überleben sichert: die Lebensmitteldose. Wenn die Kraftwerke abgeschaltet sind, die Felder brach liegen, die Nahrungsmittelproduktion zum Erliegen kommt, dann sind Lebensmitteldosen oft die einzig verfügbare Nahrungsquelle – und das über Jahre und Jahrzehnte hinweg.
Haltbar oder nicht haltbar: Das ist hier (nicht) die Frage
Allerdings ist die beinahe unendliche Haltbarkeit der Dose nicht allen bewusst, die vor dem drohenden Weltuntergang stehen. So macht sich Rick – ein Charakter aus „The Walking Dead“ – Sorgen darüber, dass nach zwei Jahren Zombie-Apokalypse das Haltbarkeitsdatum der verbleibenden Lebensmitteldosen abläuft. Offensichtlich weiß er nicht, dass die meisten Lebensmitteldosen auch Jahre nach ihrem Ablaufdatum noch genießbar sind – wenn sich der Geschmack auch mit der Zeit verändern kann.

Sogar Superstar Will Smith beschäftigt sich ausgiebig mit der Dose: Im Film „I Am Legend“ sucht er als Virologe Robert Neville, der durch Zufall der letzte gesunde Mensch in New York ist, verlassene Häuser nach Lebensmitteldosen ab. Im Pulitzer-Preis-geadelten Endzeit-Drama „The Road“ stoßen Vater und Sohn auf ihrem Marsch durch ein verwüstetes Amerika hingegen auf einen verlassenen Bunker voller Lebensmitteldosen – und genießen dort neben reichlich vielen Dosenfrüchten auch einen der wenigen friedlichen Momente auf ihrem Weg.
35 Jahre im Bunker: Die Dose macht’s möglich
Die Katastrophe muss aber auch im Film nicht immer ganz so ernst daherkommen. In „Eve und der letzte Gentleman“ flüchtet Wissenschaftler Calvin Webber mit seiner hochschwangeren Frau Helen in einen selbstgebauten Bunker: Er glaubt fälschlicherweise, ein Atomkrieg habe begonnen. Im Bunker befindet sich ein riesiges Lager von Lebensmitteldosen, das ganze 35 Jahre ausreicht! Erst als am Ende dieser Zeit langsam die Vorräte knapp werden, verlässt Sohn Adam den Bunker und stellt dann fest, dass die Welt keineswegs untergegangen ist.

Aber sind all diese Geschichten nicht doch etwas weit weg von unserer Lebenswirklichkeit? Wie, dass wir eines Tages durch eine zerstörte Welt irren auf der Suche nach Lebensmitteldosen? Oder jahrzehntelang in einem Bunker festsitzen? Vielleicht nicht gerade hoch, aber etwas eingedampft, wird die Fiktion beängstigend realistisch: zum Beispiel muss nur einmal die Stromversorgung für mehrere Tage oder Wochen zusammenbrechen. In den Supermärkten funktionieren dann weder Türen, Kühlung noch Kassen. Auch zuhause fallen die Kühlschränke aus, frische Lebensmittel verderben.
Berlin setzt auf die Dose
Die Bundesregierung empfiehlt deshalb allen Bürgern, einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln für den Notfall anzulegen. Dafür hat sie sogar den „Vorratskalkulator“ online gestellt, der detailliert aufzeigt, welche und wie viele Lebensmittel Sie und Ihre Familie im Fall der Fälle über 28 Tage mit 2.200 Kilokalorien pro Person versorgen können. Die Liste führt dabei immer wieder die Lebensmitteldose auf – als verlässliche Hüterin über Obst, Gemüse oder Corned Beef.

Eine wachsende Gruppe von Menschen, vor allem in den USA, geht allerdings deutlich weiter bei ihren Vorbereitungen: Die sogenannten Prepper erwarten den Weltuntergang täglich – und bereiten sich nicht nur mit dem Anlegen von Vorräten darauf vor, sondern auch mit dem Bauen von Bunkern, dem Horten von Waffen und Survival-Trainings. Eine ganze Industrie hat sich inzwischen auf diese wachsende Zielgruppe eingestellt und versorgt die Prepper mit allem, was man im Katastrophenfall brauchen könnte.

Wer findet, dass das ein bisschen zu viel des Guten ist, sich aber trotzdem auf den Ernstfall vorbereiten will, für den gibt es ein breites Angebot an Survival-Kursen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Zombie-Survival-Training? Das Ausbildungszentrum für Überlebenstechniken bietet solche an: ein ganzes Wochenende, an dem man sich auf die Katastrophe vorbereitet, Dosenvorräte versteckt und nicht zuletzt Jagd auf Zombies macht. So macht die Vorbereitung auf den Weltuntergang doch beinahe Spaß.
Mehr Informationen zum Vorratskalkulator unter:

www.ernaehrungsvorsorge.de
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